Budokai VfL-Löningen

Karate - Judo
Selbstverteidigung

Bestandteile des Karate

Kihon

Jeder Anfänger muss ein gründliches sportmotorisches Grundlagentraining erhalten, damit werden die körperlichen Voraussetzungen für das Kämpfen geschaffen.

    Trainiert werden im Kihon besonders:
  • Gelenkigkeit, Gewandtheit
  • Schnellkraft
  • Koordination
  • Kondition und
  • Gleichgewicht
    Außerdem fragt man:
  • Wie bewegt man sich möglichst schnell?
  • Welche Beinstellung ist für ein schnelles Ausweichen erforderlich?
  • Wie bekomme ich mein Körpergewicht in eine Abwehr oder einen Schlag?
  • Welche Armhaltung schützt mich am besten gegen Angriffe?
  • Wie falle ich, ohne mich zu verletzen?

Im Kihon erfolgt genau diese Grundschulung. Es werden korrekte Bewegungen für Arme und Beine einstudiert. Später werden diese zu Kombinationen in Form von stilisierten Abwehr- und Angriffsbewegungen zusammengesetzt. Diese haben jeweils einen direkten Bezug zu einer gedachten Kampfsituation.

Dabei kommt es darauf an, alle Bewegungen mit der richtigen Körperspannung, Konzentration und Atmung durchzuführen, um ein Höchstmaß an Kraft und Wirkung zu erzielen.

Dies wird erreicht durch den richtigen Einsatz des Ki oder Kime. Kihon bedeutet so etwas wie "Schule des Ki".

In einem realen Kampf oder in der SV werden die Voraussetzungen für solch traumhafte Techniken nur sehr selten gegeben sein (der Angreifer spricht ja auch noch ein Wörtchen mit). Aber im Kampf kommt es nicht darauf an, optimale Techniken zu kopieren, sondern die groben Bewegungskonzepte umzusetzen. Im Kihon werden die Techniken so oft wiederholt, bis diese intuitiv abgerufen werden können und sogar im alltäglichen Leben zum Einsatz kommen.

In diesem Sinne ist solches Training gleichermaßen Fitness und Selbstverteidigung. Die im Kihon angelegten Grundlagen sind Voraussetzung für die Bewältigung bedrohlicher Situationen, sie sind aber nicht alles. Das Kämpfen und die SV-Situationen müssen extra trainiert werden um die Anwendung und Umsetzung der Grundlagen zu erlernen.